Startschuss für die Kommunale Wärmeplanung in Krumbach

In Krumbach und seinen Stadtteilen beginnt nun ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung: Die kommunale Wärmeplanung wurde beauftragt und wird voraussichtlich im Zeitraum von April 2026 bis Mai 2027 umgesetzt. Die Durchführung des Projekts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der energie schwaben gmbh sowie der PricewaterhouseCoopers GmbH, die mit der fachlichen Umsetzung betraut sind.

„Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, eine zukunftsfähige, wirtschaftliche und klimaneutrale Wärmeversorgung für Krumbach zu entwickeln. Der entstehende Wärmeplan bildet zudem eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die Weiterentwicklung der städtischen Wärmeinfrastruktur und unterstützt die Stadtverwaltung bei strategischen Weichenstellungen“, sagt Krumbachs Bürgermeister Florian Kaida.

Zu Beginn des Projekts wird die vorhandene Wärmeversorgungsstruktur umfassend analysiert. Dabei werden die aktuellen Energieverbräuche in privaten Haushalten, öffentlichen Liegenschaften sowie in Gewerbe- und Industriebetrieben erhoben und ausgewertet.

Darauf aufbauend werden Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien identifiziert und untersucht, wie diese sinnvoll in den zukünftigen Wärmemix der Stadt Krumbach eingebunden werden können. Zusätzlich werden Weiterentwicklungen bestehender Versorgungsformen – etwa der Ausbau von Wärmenetzen oder die mögliche Umstellung von Erdgasnetzen auf grüne Gase – betrachtet.

Auf Grundlage dieser Analysen werden abschließend sogenannte Zielszenarien erarbeitet. In diesen wird das Stadtgebiet unter Berücksichtigung technischer Eignung und wirtschaftlicher Aspekte verschiedenen Wärmeversorgungsoptionen zugeordnet. Typische Kategorien sind dabei Eignungsgebiete für Wärmenetze, Wasserstoff oder Biomethan sowie Bereiche für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder Holzpellets. Ergänzend können auch Prüfgebiete ausgewiesen werden. 

Wichtig ist, dass die im Rahmen der Wärmeplanung entwickelten Maßnahmen-vorschläge keine rechtlich verbindlichen Vorgaben darstellen. Vielmehr zeigen sie mögliche Entwicklungspfade auf, die es der Stadt erleichtern sollen, die Wärmeversorgung im Einklang mit den Zielsetzungen der Europäischen Union und des Freistaats Bayern langfristig klimaneutral auszurichten. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen ist schrittweise vorgesehen und orientiert sich an Wirtschaftlichkeit, CO₂‑Einsparpotenzial sowie technischer Machbarkeit.